Stiftung zur Förderung der Aus- und Weiterbildung Jugendlicher

Die PISA-Studie (Programme für International Student Assessment) brachte es an den Tag: Deutschland ist auf dem Bildungssektor auf dem Weg zum Entwicklungsland. Das, was vor allem Arbeitgeber seit Jahren kritisieren, nämlich, dass Schulabgänger weder richtig lesen noch schreiben und rechnen können, wurde kürzlich von einer großangelegten repräsentativen Untersuchung im Auftrag der OECD bestätigt. Diese wissenschaftliche Studie stellt den deutschen Schülerinnen und Schülern mangelhafte Zensuren vor allem in mathematischen Kompetenzen als auch im Leseverständnis aus. Arbeitgeberchef Dieter Hundt sprach sogar von einer "neuen Bildungskatastrophe". Und der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK), Ludwig Georg Braun, sagte vor Journalisten: "Schlimmer hätte es nicht kommen können".

Woran liegt's? Am Geld, an falscher Bildungspolitik, an schlecht ausgebildeten Lehrkräften oder falschen Schulformen? Möglicherweise fehlt von allem etwas. Wer über die Landesgrenzen blickt, der erkennt, dass für einen Grundschüler in Deutschland von staatlicher Seite deutlich weniger Geld ausgegeben wird, als dies beispielsweise in den USA oder Dänemark der Fall ist. Später, in der Oberstufe, kehrt sich dieses Verhältnis um. Die Berliner "Tageszeitung" zog daraus den Schluss, dass, wenn die sogenannten Kinder der Unterschicht erst einmal durch den bundesdeutschen Bildungsrost gefallen sind, anschließend genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um die "Guten" zu fördern. Von Chancengleichheit kann nicht die Rede sein.

Während hoffentlich bald den Politikern die Köpfe rauchen, um das peinliche Bildungsproblem zu lösen, bemühen sich immer mehr Privatleute, Unternehmer und Pädagogen, dieser Bildunsgkatastrophe durch Eigeninitiative Herr zu werden. Und das auf ganz unterschiedliche Weise.

"Nachhilfe statt Nachsitzen" lautet die Devise der Simon-Engel-Stiftung, die den Schulen finanziell unter die Arme greift, indem sie bestimmte Projekte zielgerichtet fördert und weitere private Sponsoren zu werben versucht.

Wissen ist Macht, und die Jugend von heute ist das Kapital von morgen. Deshalb muß jetzt etwas unternommen werden, damit in Zukunft die Früchte dieser Bemühungen geerntet werden können.

 

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